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Cultural Flows und virtuelle Öffentlichkeiten: Die Rolle digitaler Medien in transkulturalen/transnationalen Diskursen

Schachtner, C.
Medien- & Kommunikationswissenschaft, 60 (4), (S. 536–560).
2012

Das Erkenntnisinteresse dieses Beitrags richtet sich auf die durch die digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien produzierten und transportierten „cultural flows“, die neue Öffentlichkeiten konstituieren. Vor dem Hintergrund der Konzepte Transkulturalität, Transnationalität und Öffentlichkeit wird die Frage diskutiert, ob sich in grenzüberschreitenden digitalen Netzwerken transkulturale Öffentlichkeiten bilden, und wenn ja, welche Lebensformen in diesen Öffentlichkeiten angelegt sind. Das Ergebnis der Analyse, die sich auch auf empirische Daten einer Studie zu Subjektkonstruktionen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in virtuellen Kommunikationsräumen stützt, lautet, dass sich in digitalen Netzwerken transkulturale Öffentlichkeiten als Möglichkeit abzeichnen. Ob die in den virtuellen Öffentlichkeiten sich zeigenden transkulturalen Trends zu prägenden gesellschaftlichen Trends werden, hängt von Rahmenbedingungen ab, die auch jenseits der virtuellen Welt geschaffen werden müssen, z. B. im Bereich von Bildung, durch eine globale Medienethik sowie durch die Entwicklung neuer Formen politisch-administrativer Zugehörigkeit jenseits der auf Territorium und Abstammung basierenden national orientierten Staatsbürgerschaft. Der Beitrag ist theoretisch und empirisch, analytisch und normativ ausgerichtet. Die einbezogenen Fallbeispiele haben illustrierenden Charakter.

Zitation (APA)

Schachtner, C. (2012). Cultural Flows und virtuelle Öffentlichkeiten: Die Rolle digitaler Medien in transkulturalen/transnationalen Diskursen. Medien- & Kommunikationswissenschaft, 60(4), 536–560.