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Digitale Spaltung im Zeitalter der Sättigung: Eine Sekundäranalyse der ACTA 2008 zum Zusammenhang von Internetnutzung und sozialer Ungleichheit

Dudenhöffer, K., & Meyen, M.
Publizistik, 57 (1), (S. 7–26).
2012

Diese Studie zeigt mit Hilfe der Habitus-Kapital-Theorie von Bourdieu und eines repräsentativen Datensatzes, dass die soziale Position den Umgang mit dem Internet beeinflusst, und knüpft damit an die Forschung zum Thema digital divide an. Die Sekundäranalyse der ACTA 2008 (n = 7.623, Grundgesamtheit: Deutsche zwischen 14 und 64 Jahren, die Internet nutzen) belegt zum einen, dass es bei der Internetnutzung weiter erhebliche Klüfte gibt (gender, generation und education gap). Zum anderen deuten die Ergebnisse auf einecapital gap hin. Da die Kapitalakkumulation im Internet sowohl mit der Bildung als auch dem ökonomischen Status zusammenhängt, besteht die Gefahr einer Abwärtsspirale: Wer über wenig Kapital verfügt (Bildung, Geld), sammelt weniger Internet-Wissen. Da sich dieses kulturelle Kapital wiederum auf die soziale Position auswirkt, verstärkt die Internetnutzung die soziale Ungleichheit.

Zitation (APA)

Dudenhöffer, K., & Meyen, M. (2012). Digitale Spaltung im Zeitalter der Sättigung: Eine Sekundäranalyse der ACTA 2008 zum Zusammenhang von Internetnutzung und sozialer Ungleichheit. Publizistik, 57(1), 7–26.