Detailansicht

Publizistische Chancengleichheit in der Wahlkampfberichterstattung: Eine Untersuchung zur medialen Repräsentation der im Bundestag vertretenen Parteien

Jandura, O.
Publizistik, 56 (2), (S. 181–197).
2011

Demokratie basiert auf politischem Wettbewerb. Parteien entwickeln Programme und Lösungsvorschläge für drängende Probleme und stellen diese dann zur Wahl. Ein fairer Wettbewerb um die Herrschaftspositionen von morgen setzt dabei die Chancengleichheit der Parteien heute voraus. Der Gesetzgeber hat eine Reihe von Regelungen erlassen, die die Chancengleichheit der Parteien in diesem Wettbewerb gewährleisten sollen. Da Medienberichterstattung für die politische Kommunikation immer bedeutender wird, geht dieser Beitrag der Frage nach, ob es neben der politischen auch eine publizistische Chancengleichheit gibt und an welchen Indikatoren diese festgemacht werden kann. Nach einer umfassenden theoretischen Auseinandersetzung wird diese Frage empirisch anhand der Analyse der Berichterstattung in der heißen Wahlkampfphase dreier Bundestagswahlkämpfe (1998, 2002, 2009) untersucht. Dabei zeigt sich, dass eine publizistische Chancengleichheit für die im Bundestag vertretenen Parteien quantitativ durchaus gegeben ist. Die Zugangschancen zu den Medien sind gerade für die kleinen Parteien besser als die Abstufung der Chancengleichheit bei der staatlichen Leistungsgewährung.

Zitation (APA)

Jandura, O. (2011). Publizistische Chancengleichheit in der Wahlkampfberichterstattung: Eine Untersuchung zur medialen Repräsentation der im Bundestag vertretenen Parteien. Publizistik, 56(2), 181–197.